Häufig gestellte Fragen zur Technik

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Allgemeine Fragen


Fragen zur Dach- und Fensterabdichtung


Fragen zur Fassadendämmung


Allgemeine Fragen

Warum wird Energiesparen immer wichtiger?

  • Die Vorräte an fossilen Energieträgern, wie Öl, Gas und Kohle werden immer weniger, während die Nachfrage stark angestiegen ist. Dadurch hat sich der Preis für Energie in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in absehbar.
  • Bei der Nutzung fossiler Energieträger wird das Klimagas CO² freigesetzt, wodurch der Mensch zum Treibhauseffekt und damit zur globalen Erderwärmung beiträgt.
  • Große Lagerstätten von Öl und Gas befinden sich in politisch instabilen Regionen der Erde, wie z.B. Russland, Iran und Irak. Ohne eine grundsätzliche Umstellung unserer Energieversorgung (Alternativen zu fossilen Energieträgern, Nutzung erneuerbarer Energieträger und Verbesserung der Energieeffizienz) sind zukünftige Kriege um die sich stetig verringernden Rohstoffe nicht auszuschließen.

Was versteht man unter ökologischem Bauen?

Ökologisches Bauen, international auch als Grünes Bauen (engl.: green building) bezeichnet, ist die umfassende Lehre der Wechselbeziehungen zwischen dem Menschen, seiner gebauten Umwelt und den Ökosystemen, mit dem Anspruch, künftigen Generationen eine lebenswerte und intakte Umwelt zu hinterlassen.

Als Vorläufer des ökologischen Bauens in Deutschland gilt die Baubiologie durch ihren Begründer, den Arzt Hubert Palm, der mit zahlreichen Vorträgen in den 1960er Jahren bekannt wurde. Sein Buch „Das gesunde Haus" ist das erste Grundlagenwerk der Baubiologie und des umweltbewussten Bauens in Deutschland. Ein frühes ökologisches bzw. baubiologisches Wohnhaus ist das 1975–1976 von Heiko Folkerts gebaute Haus Folkerts in Bernried am Starnberger See.

Das Gebäude soll sich in den natürlichen Stoffkreislauf eingliedern. Hier muss vor allem die Entsorgung eines nicht mehr benötigten Bauwerkes bedacht werden. Aber auch während des Betriebs muss es ressourcenschonend sein. Als wesentlich werden folgende Punkte erachtet:

  • Ökologische Standortfindung (Infrastruktur, Verkehrserschließung, Landschaftsschutz)
  • Verwendung von Baustoffen, deren Rohstoffgewinnung/Nutzung umweltverträglich ist und die einfach entsorgt werden können, idealerweise biologisch abbaubar sind und nach Möglichkeit ohne großen Energie- und Transportaufwand hergestellt wurden (Beschaffung regionaler Baustoffe)
  • Vermeidung baubiologisch bedenklicher oder toxischer Stoffe
  • Geringer Energieverbrauch während des Betriebes des Gebäudes
    • durch optimierte Nutzung der Sonnenenergie (Solararchitektur)
    • durch effiziente Wärmedämmung
    • durch einen Abgleich aus Bauphysik und Technischer Gebäudeausrüstung
    • durch den Einsatz effizienter Anlagentechnik
    • und durch die Deckung des Restenergiebedarfs durch erneuerbare Ressourcen wie Solarthermie, Photovoltaik und/oder Biogene Brennstoffe
  • Klein gehaltene versiegelte (bebaute) Fläche und/oder Bauwerksbegrünung
  • Nachhaltige Entwässerungstechnik, evtl. durch Trennung von Trink- und Brauchwasser, das zum Waschen oder Blumengießen verwendet wird (siehe auch Zisterne)
  • Pflanzenkläranlagen und Naturschwimmbäder

Neben Wohngebäuden gibt es mittlerweile auch zahlreiche Beispiele für ökologische Büro- und Gewerbebauten. Darüber hinaus werden ökologische und nachhaltige Prinzipien auch im Siedlungsbau und in der Stadtplanung angewandt.

Wenn man ökologisch bauen will, wird man letztlich jedes einzelne Produkt, das man beim Bauen verwendet, kritisch auf seine ökologischen Eigenschaften prüfen. Um als Bauherr nicht grenzenlos überfordert zu werden, empfiehlt es sich, das Ziel ökologisches Bauen gemeinsam mit dem Architekten oder dem Ingenieur zu verwirklichen. Dachbegrünung – für Viele der Inbegriff von ökologischem Bauen

Beispiele für wichtige Entscheidungen beim ökologischen Bauen sind:

  • Gewinnung von Strom durch Solartechnik auf dem Dach
  • natürliche Baustoffe (Lehm, Ziegel, Natursteine aus der Umgebung, Holz, Strohballen, Pflanzen z. B. zur Dachbegrünung)
  • natürliche Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen (zum Beispiel Holzfaserdämmplatte, Flachsfaser, Hanffaser, Schafwolle, Stroh) oder Recyclingmaterial (z. B. Cellulose aus Altpapier)
  • Anbringen einer sehr guten Wärmedämmung
  • Naturfarbe (Anstrichmittel), Klebstoffe und Lacke auf Pflanzenbasis ohne Lösungsmittel und mit geringem Anteil flüchtiger organischer Verbindungen
  • mehrfachisolierte Fenster aus lokalen Hölzern statt Kunststoff
  • möglichst umfassende Nutzung des Tageslichts für die Beleuchtung des Gebäudes (wo keine Fenster möglich sind, kann es mit Lichtleitsystemen – das heißt einem System aus Röhren und Spiegeln – an den Bestimmungsort geleitet werden)
  • natürliche Bodenbeläge (z. B. Kork, Holzparkett aus regional gewachsenem Holz, Linoleum)
  • Warmwassererzeugung mittels thermischer Solaranlage bei Bedarf ergänzt durch alternative Heizsysteme (z. B. Geothermie, Pelletheizung)
  • Warmwasseranschluss für die Waschmaschine

Nutzung des so genannten Grauwassers (Abwasser aus Badewanne, Dusche und Waschmaschine) für die Toilettenspülung, Nutzung des Regenwassers nach Grobfilterung zum Waschen der Wäsche. Dies bedeutet konkret ein Zweikammersystem (Grauwasser und Regenwasser werden separat aufgefangen. Das Regenwasser muss auch gefiltert werden oder man leitet das erste Regenwasser nach langer Trockenheit ab und nutzt das Regenwasser erst dann, wenn das Dach schon reingewaschen ist (nach längerem Regen) wenn die örtlichen Gegebenheiten dies Erlauben: Bau einer Pflanzenkläranlage, Nutzung der anfallenden Biomasse als Dünger im eigenen Garten, eine Alternative wäre der Bau einer solchen (Klein)-Kläranlage gemeinsam mit mehreren Nachbarn

Wie werden Dämmstoffe nach Anwendungsgebieten klassifiziert?

Alle Dämmstoffe werden nach Norm produziert, deren sich ändernde Stoffnormen im Zuge der europäischen Vereinheitlichung stetig aktualisiert bzw. ersetzt werden. Die entsprechenden Stoffnormen legen genau fest, welche Angaben in den Bezeichnungen von Dämmstoffen enthalten sein müssen.

Um die Dämmstoffe entsprechend dem Einsatzgebiet und der Wärmedämmung besser zuordnen zu können, wird nach Anwendungstypen unterschieden. Im Zuge der Vereinheitlichung der nationalen Normen auf einen einheitlichen europäischen Normenkatalog, wurden auch die Anforderungen an die Wärmedämmstoffe neu definiert. Die neue Normung erlaubt eine bessere Zuordnung der Dämmstoffe zu den jeweiligen Einsatzgebieten und gibt gleichzeitig Eigenschaften an. Anwendungsgebiete nach der neuen DIN 4108-10:

AnwendungsgebietKurzzeichenAnwendungsbeispiel
Dach, Decke DAD Außendämmung von Dach oder Decke, witterungsgeschützt, unter Deckung
DAA Außendämmung von Dach oder Decke, witterungsgeschützt, unter Abdichtung
DUK Außendämmung eines Umkehrdaches, der Bewitterung ausgesetzt
DZ Zwischensparrendämmung
DI Unterseitige Innendämmung der Decke oder des Daches, abgehängte Decke
DEO Innendämmung unter Estrich ohne Schallschutzanforderungen
DES Innendämmung unter Estrich mit Schallschutzanforderungen
Wand WAB Außendämmung der Wand hinter Bekleidung
WAA Außendämmung der Wand hinter Abdichtung
WAP Außendämmung der Wand unter Putz
WZ Dämmung von zweischaligen Wänden
WH Dämmung von Holzrahmen- und Holztafelbauweise

Fragen zur Dach- und Fensterabdichtung

Was versteht man unter der Luftdichtheitsmessung?

Ziel jedes Bauvorhabens ist es, eine optimale Wohnbehaglichkeit zu erreichen und dabei die benötigte Energie auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu ist es notwendig, die innere Gebäudehülle luftdicht und die äußere Gebäudehülle winddicht zu gestalten. In der DIN 4108-7 wird der „Einbau einer luftdurchlässigen Schicht über die gesamte Fläche“ (Gebäudeinnere) gefordert.

Bei neu gebauten Gebäuden mit lufttechnischen Anlagen ist diese Luftdichtheitsmessung vorgeschrieben. Die Luftdichtheitsmessung bietet folgende Möglichkeiten:

  • Mit Hilfe der Thermographie die Lage und Schwere der Fehler zu bestimmen
  • Den Luftaustausch aus der Summe der Leckagen zu messen (Luftwechselrate „n“)
  • Die Luftwechselrate bei 50 Pa (Pascal) Druckdifferenz („n50“-Wert) ist eine international gebräuchliche Form zur quantitativen Darstellung der Luftdurchlässigkeit. Ob die vorgefundenen Undichtigkeiten in ihrer Summe akzeptiert werden oder ob Nachbesserungsbedarf besteht, hängt von den Kenngrößen ab. Diese Grenzwerte werden in der DIN 4108 Teil 7 wie folgt definiert:
  • N50 < 3,0 h bei Gebäuden mit natürlicher Lüftung, d.h. Fensterlüftung
  • N50 < 1,5 h bei Gebäuden mit raumtechnischen Anlagen (auch einfache Abluftanlagen)
  • N50 < 1,0 h bei Gebäuden, welche Wärmerückgewinnungsanlagen besitzen, ist eine deutliche Unterschreitung des oben angegebenen Grenzwertes von 1,5 h sinnvoll

Wie wird die Luftdichtheitsmessung durchgeführt?

In dem zu prüfenden Gebäude wird eine luftdurchlässige Plane in eine geöffnete Außentür oder in ein Fenster eingespannt. Damit wird verhindert, dass Außenluft unkontrolliert in das Haus eindringen kann. Im unteren Teil der Plane befindet sich ein drehzahlgeregelter Ventilator, der im gesamten Gebäude einen Über- bzw. Unterdruck erzeugt. Um die Druckdifferenz aufrecht zu erhalten, muss der Ventilator einen so hohen Luftvolumenstrom fördern, wie durch Undichtigkeiten im Gebäude entweicht. Mit Hilfe3 dieser Messung, auch „Blower-Door-Test“ genannt, wird der „n50“- Wert ermittelt.

differenzdruckmessung

Was ist der Sd-Wert?

Der Sd-Wert ist ein gebräuchliches Maß für den Widerstand, den eine Bauteilschicht der Wasserdampfdiffusion entgegensetzt. Er beschreibt den Diffusionswiderstand anschaulich, indem er die Dicke angibt, welche eine ruhende Luftschicht haben muss, damit sie im stationären Zustand und unter denselben Randbedingungen von demselben Diffusionsstrom durchflossen wird, wie die betrachtete Bauteilschicht.

Was ist der Unterschied zwischen Dampfsperrfolie und Dampfbremsfolie?

Dampfsperr- / Dampfbremsfolien stellen die Dichtheit des Hauses her. Im Unterschied zur Dampfsperrfolie wird bei der Dampfbremsfolie die Dampfdiffusion nur abgemindert und nicht vollständig verhindert.

Was bedeutet ein Dampfdurchlässigkeitsgefälle?

Durch das Diffusionsgefälle im Dach- und Fensterbau wird der Feuchtetransport von innen nach außen sichergestellt. Das Verhältnis sollte etwa bei 50:1 oder höher liegen. Dieses bezieht sich auf den Sd-Wert der Produkte des Schichtenaufbaus. Die innerste Schicht sollte also z.B. mindestens 50 mal Dichter als die äußerste Schicht sein.

Was ist der Unterschied zwischen einer Dampfsperrfolie und einer Baufolie?

Im Unterschied zu einer Baufolie werden beim Herstellungsprozess einer Dampfsperrfolie spezielle Zusätze für das Verhindern von Dampfdiffusion, sowie sogenannte Flammhemmer der Granulatrezeptur beigefügt. Eine Dampfsperrfolie hat dadurch einen gesicherten Mindestdiffusionsdichte und eine bessere Brandstoffklasse als eine Baufolie.

Wo und warum wird Nageldichtband eingesetzt?

Nageldichtband wird eingesetzt, um eine Abdichtung der Nagel-, Tacker- oder Schraubstellen im Bereich der Konterlattung und Unterspannbahn bzw. Sparren und Dampfbremsfolie herzustellen. Das Nageldichtband umschließt die Nagel-, Tacker- oder Schraubstellen und verhindert somit ein Eindringen von Feuchtigkeit in die Wärmedämmung.

Was ist eine Unterspannbahn?

Im ausgebauten Dach schützen Unterspannbahnen den Dachraum vor Staub, Regen, Flugschnee und Feuchtigkeit. Sie werden aus Kunststoffen wie PU, PVC oder dem ökologisch unbedenklichen Polyethylen gefertigt. Wird der gesamte Sparrenraum für die Wärmedämmung genutzt, kommen sogenannte diffusionsoffene Unterspannbahnen zum Einsatz. Sie sind hochdampfdurchlässig (Sd-Wert <0,02m) und können deshalb direkt auf der Wärmedämmung verlegt werden.

Wie herum wird die Unterspannbahn verlegt?

Die Unterspannbahn wird mit der weniger glatten Vliesseite zur Wetterseite verlegt. Die Selbe Seite ist meist in irgendeiner Form bedruckt, und wenn es nur die Verlegehilfsstreifen für die Überlappung sind.

Was ist eine Schalungsbahn?

Die Schalungsbahn ist eine Sonderform der Unterspannbahn, welche zur Verlegung auf einer Schalungsebene (meist eine durchgehende Bretterschicht) gedacht ist. Schalungsbahnen brauchen eine äußerst hohe Diffusionsfähigkeit (Sd-Wert von <0,02m) damit keine Hinterlüftung erforderlich ist und die Bahnen direkt auf die Schalung verlegt werden können.

Stellt eine Grammatur von 145 g/m² für eine Unterspannbahn ein hohes oder geringes Flächengewicht dar?

Dieses ist ein relativ hoher Wert. Er ist ausschlaggebend für die Reißfestigkeit der Unterspannbahn. Besonders in Altbauten wirken im Laufe der Zeit an den Tacker-, Schraub- bzw. Nagelverbindungen häufig mechanische Belastungen auf eine Unterspannbahn, sodass in solchen Fällen ein höheres Flächengewicht zu empfehlen ist. Funktional, d.h. die Diffusionsdichte betreffend, hat die Grammatur selbst keinen Einfluss

Welche Bedeutung hat die Winddichtheit im äußeren Dachausbau?

Die Winddichtigkeit ist im Hinblick auf die EnEV eine sinnvolle Maßnahme zur Unterstützung der Luftdichtigkeit. Winddichte Verklebungen gelten als insektenundurchlässig. Daher kann ggf. auf chemischen Holzschutz verzichtet werden. Zudem bietet eine winddichtigkeitsschicht folgende Vorteile:

  • Schutz der Wärmedämmung vor Auskühlung durch Strömungsluft
  • Hält die Konstruktion frei von Feuchtigkeit in Bezug auf Nachtkondensation
  • Schutz vor Treibregen, Flugschnee und Staub
  • Eine geschlossene Deckunterlage nach ZVDH Fachregeln wird erreicht, dadurch kann meistens die Anzahl der Verklammerung des Bedachungsmaterials verringert werden.
  • Erforderlich nach ZVDH Vorgaben bei 3 erhöhten Anforderungen

Wie erfolgt die Zwischensparrendämmung bzw. wie wird Klemmfilz angewendet?

Die Zwischensparrendämmung schließt sich an die Dacheindeckung an, die von innen betrachtet mit der Unterspannbahn abschließt. Je nachdem ob diese Unterspannbahn eine Hinterlüftung erforder oder nicht setzt dann die Zwischensparrendämmung an. Die meisten Dachsparren sind von Natur aus nur etwa 14-16cm dick und Dachsparren in Altbauten (z.B. in Fachwerkhäusern) weisen oft nur 10-12cm Stärke auf. Heute sind Dämmstoffstärken von 20-24cm bei Dämmstoffen mit einer WLG 0,35-0,40 (Wärmeleitruppe) Standard und auch nötig um die vom Gesetzgeber vorgegebenen Dämmwerte einzuhalten. Um eine Zwischensparrendämmung in solchen Stärken umzusetzen müssen die Dachsparren aufgedoppelt werden. Das heißt also bei 16cm Dachsparren müssen noch etwa 8cm mehr Tiefe erreicht werden. Man kann das tun, indem man einfach ein 6x8cm Kantholz auf den Sparren aufschraubt (Montage der Kanthölzer auch quer zu den Dachsparren möglich), oder indem man links und rechts neben dem Sparren jeweils ein Brett befestigt um die gewünschte Sparrentiefe zu erreichen. Vorteil der Brettvariante ist die kleinere Holzfläche zur Vermeidung von Wärmebrücken. Nachteil ist der erhöhte Aufwand bei der Montage und aufwändigeres ausrichten der Bretter. Legen Sie dabei die Dämmdicke so groß wie möglich aus. Sind nicht nur 24cm sondern z.B. 30cm möglich, entscheiden Sie sich immer für die dickere Variante. Die Mehrkosten für das Material sind (fast) zu vernachlässigen und Sie sind auf jeden Fall besser für die Zukunft gerüstet. Die Tiefe des Dämmmaterials sollte allerdings die Tiefe der Sparren nicht überragen, d.h. es sollte kein Druck auf die später aufzubringende Dampfbremse bzw. Dampfsperre einwirken. Im Gegenteil sollte falls möglich ein kleiner Abstand von 1-2 cm zwischen Klemmfilz und Dampfbremse bzw. Dampfsperre eingeplant werden.

Der Klemmfilz wird in seiner Breite von 1,2 Metern üblicherweise mit einem Dämmstoffmesser halbiert. Ein solches Dämmstoffmesser ähnelt einem Brotmesser, nur dass es länger ist. Die Halbierung erfolgt aufgrund des üblichen Sparrenabstandes in Deutschland, der bei 60cm zwischen Mitte und Mitte zweier Sparren liegt. Durch die Sparrenbreite selbst muss der Klemmfilz dann etwas gestaucht werden um in die Kammern zu passen. Achten Sie vor allem bei Wand und Bodenanschlüssen und in schwierigen, verwinkelten Ecken auf eine saubere Ausführung der Dämmung. Es dürfen nirgends Schlitze oder Lücken ohne Dämmmaterial bleiben. Gleiches gilt bei unregelmäßigen Dachsparren. Hier bietet sich an, die Zwischensparrendämmung in zwei Lagen mit versetzten Fugen einzubringen um Unregelmäßigkeiten auszugleichen. Im Anschluss wird eine bauFIT Dampfsperrfolie oder die bauFIT Dampfbremse montiert und mit den bauFIT Klebeprodukten abgedichtet.

Wie viel Material wird je 90m² Dachfläche für die Innere Dachabdichtung ungefähr benötigt?

  • 100m² Dampfsperrfolie oder Dampfbremsbahn
  • 1x Dampfsperrklebeband FB60
  • 1x Dampfsperrklebeband PB60
  • 4x Anschlussklebemassen DK310

Wie wird eine begehbare Dachbodendämmung aufgebaut?

Um Feuchte- und Schimmelschäden durch aufsteigende Feuchtigkeit zu vermeiden, sollte als erstes eine Dampfbremsfolie ausgelegt werden. Anschließend wird das Dämmmaterial, z.B. unser Dämmfilz ausgerollt. Im Abstand von etwa 60cm werden parallele Aussparungen im Dämmfilz vorgenommen, um darin Vierkantblöcke zu verlegen. Die Oberkante der Vierkantblöcke sollte mit der Oberkannte der Dämmfilzlage abschließen. Auf diese ganze Fläche werden dann tragende Platten, wie z.B. eine OSB-Grobspanplatte verlegt und Montiert. Damit wird die Dachbodenfläche begehbar.

Was bedeutet die RAL-Fensterbauverordnung?

Sehr vereinfacht ausgedrückt, besagt die Verordnung, dass Fugenausbildungen auf der Innenseite (also raumseitig) dichter sein müssen als außen. Dieses muss auch über einen längeren Zeitraum gewährleistet werden. Das heißt, die Fensterabdichtung muss auch eventuelle Bewegungen zwischen Fenster und Wand, die durch Dehnung, Wärmespannungen, Erschütterungen oder Wind auftreten können, dauerhaft aufnehmen. Mit dem Einbau nach RAL-Verordnung wird die Bauanschlussfuge in 3 Ebenen ausgeführt, nämlich

  • innere Dichtebene (diffusionsdicht)
  • Wärmedämmebene
  • äußeren Dichtebene (diffusionsoffen, schlagregendicht)

Fragen zur Fassadendämmung

Was ist Druckfestigkeit oder Druckspannung bei Styropor Dämmplatten?

Die Dämmplatte wird zerstört wenn die Druckspannung größer ist als die Druckfestigkeit. Anhand auftretender mechanischer Belastungen, z.B. durch Stauchung einer Dämmplatten, kann man die Druckfestigkeit oder auch Druckspannung feststellen. Bei einer Stauchung von 10 % wird die Druckspannung bei Dämmplatten in kPa gemessen.

Was ist die Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) bei Dämmstoffen?

Die Wärmeleitfähigkeit in W / (mK) gibt an, welche Wärmemenge in einer Stunde durch einen Quadratmeter einer 1000 mm dicken Baustoffschicht hindurch geht, wenn der Temperaturunterschied zwischen den beiden Oberflächen 1 Kelvin beträgt. Sie ist ein wichtiges Kriterium für die Belastbarkeit und Qualität von Dämmstoffen. Je kleiner die Leitfähigkeit, desto besser sind die Dämmeigenschaften des Baustoffes. Mit einem Anstieg der Temperatur nimmt auch die Wärmeleitfähigkeit des Baustoffes zu. In der Regel liegt die Wärmeleitfähigkeit von Dämmstoffen zwischen 0,030 und 0,050. Die Wärmeleitfähigkeit wird von der Dichte des Baustoffes und der Feuchtigkeit im Baustoff beeinflusst. Je höher die Dichte und je höher die Feuchtigkeit im Baustoff, desto höher ist die Wärmeleitfähigkeit. Bisher wird die WLG, gemäß ISO DIN 18165, den Wärmeleitfähigkeitsgruppen 030, 035, 040 zugeordnet.

Wie werden Styropor Dämmplatten mit dem Klebemörtel richtig befestigt?

Vor dem Verkleben muss darauf geachtet werden, dass die Oberfläche der Wand eben, trocken, fett- und staubfrei sein. Es gibt verschiedene Klebemethoden:

  1. Punkt- /Wulst- Methode:
    Eine lückenlose, umlaufende Wulst an den Seitenrändern. In der Mitte zwei Klebepunkte auftragen. Mindestens 40 % der ganzen Fläche muss insgesamt aufgetragen werden.
  2. Maschinelle Verklebung:
    Wellenförmiges Auftragen der Wülste im Abstand von max. 10 cm auf das Mauerwerk mit mind. 60 % Deckung bei Styroporplatten, 50 % bei vorbeschichteten Mineralwolledämmplatten oder Lamellen.
  3. Vollflächige Verklebung:
    Vollflächiges Aufkämmen des Klebers mittels einer Zahntraufel. Ideal bei besonders planebenem Untergrund.

Warum müssen Sie einen Putzgrund auftragen?

Das Aufbringen von Putzgrund vor Verwendung des Fassadenputzes ist notwendig. Dieser bildet nämlich eine Haftschicht, indem zugleich die Saugfähigkeit des Untergrundes verringert wird. Dadurch hat der Untergrund immer die erforderliche Haftung für die Oberflächenschichten (Putze). Außerdem dient der Putzgrund zur farblichen Abdeckung des Armierungsmörtels.

Was sind Edelputze und welche Bedeutung haben sie?

Edelputze sind Oberputze, die in mineralische Putze, Silikat- und Acrylputze unterschieden werden. Durch Edelputze wird das Regenwasser gesteuert und kontrolliert. Ohne Edelputz an der Fassade drohen Schäden und optische Beeinträchtigung. Zum einen ist es Transportmittel für Salze und lösliche Stoffe in Mauerwerk und Mörtel, die wenn sie an die Oberfläche gelangen, in Form von Ausblühungen sichtbar werden. Zum anderen können sich an den feuchten Fassaden Mikroorganismen oder Pilze ansiedeln. Edelputz sorgt für einen kontrollierten Feuchtetransport an Fassaden. Hohe Luftfeuchtigkeit und niedrige Temperaturen können den Anbindeprozess verzögern, was zu Farbunterschieden und Ausblühungen führen kann.

Was versteht man unter mineralischen Edelputzen?

Mineralische Edelputze werden in Scheibenputz, Reibeputz und Strukturputz unterschieden. Sie bilden eine strapazierfähige und optisch hochwertige Oberfläche. Scheibenputz wird am häufigsten verwendet. Bei Scheibenputze und Reibeputze gibt es meist gewisse Körnungsgrößen, sodass im Vergleich zu Glattputzen eine gewisse Oberflächenstruktur entsteht. Üblich sind die Korngrößen 2mm oder 3mm. Der wesentliche Vorteil von mineralischen Putzen gegenüber Silikon- und Silikatputzen ist, dass diese diffusionsoffen, hoch atmungsaktiv und extrem wiederstandfähig sind.

Muss ich bei der Verwendung von mineralischem Edelputz etwas beachten?

Mineralische Reibeputze werden in der Regel nicht gebrauchsfertig geliefert, sondern müssen mit Wasser angerührt werden. Die Trockenmasse wird dann in einem sauberen Gefäß mit sauberem, kaltem Leitungswasser knollenfrei und in verarbeitungsgerechter Konsistenz angemischt. Dafür nimmt man am besten einen Bohrer mit einem Rührstab.

Der Untergrund darf nicht befeuchtet sein.

An der Arbeitsfläche muss der Putz immer gleichmäßig und ohne Pausen vom Verarbeiter und mit gleicher Wasserdosierung aufgetragen werden.

Es sollte nie mehr Putz angerührt werden als sich in 60 bis 90 Minuten verarbeiten lassen, da diese Putze chemisch abbinden.

Für die Verarbeitung von mineralischen Putzen sollten keine rostenden Behälter oder Werkzeuge verwendet werden. Das Aufbringen empfiehlt sich mit einer rostfreien Edelstahltraufel (die Traufe ist eine Glättkelle oder auch Glättscheibe) in Kornstärke. Zum Strukturieren wird der noch frische Putz mit der Kunststofftraufel oder Moosgummischeibe rund, waagrecht oder senkrecht oder einheitlich kreisend (Scheibenputz) abgerieben.

Da es sich um Naturkörnungen handelt, sind leichte Farbtondifferenzen der Körnung völlig normal. Damit diese Unterschiede auf großen Flächen nicht auffallen, sollten die Eimer nie ganz leer gemacht werden, sondern immer mit neuer Masse aufgefüllt und durchgemischt werden.

Welche Vorgaben durch die aktuelle Energieeinsparverordnung gibt es?

Wenn mehr als 10% Prozent der Hausfassade neu verputzt werden, ist gemäß der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) eine Wärmedämmung des Hauses Pflicht. Die aktuell gültige Energieeinsparverordnung (EnEV) gibt eine Mindestdämmstärke von etwa 12 Zentimetern vor.

Welchen Zweck erfüllen Dämmstoffdübel?

Dämmstoffdübel (auch Dämmstoffhalter oder Tellerdübel genannt) werden bei der Montage der Dämmung vornehmlich bei Holzständer-, Holzrahmenbauweise und Massivholzbauweise verwendet. Sie weisen anstelle eines Kopfes einen Teller auf, also eine flachen Kopf mit einem relativ großen Durchmesser. Der Teller drückt sich sanft in das Dämmmaterial ein. Je nach Dämmplatte und Größe müssen fünf und mehr Tellernägel oder Dämmstoffnägel je Quadratmeter gesetzt werden. Dämmstoffnägel eignen sich z. B. für die Befestigung von Styropor, Mineralwolle oder Glasfaserwolle. Bei Styropordämmplatten werden in der Praxis fast immer sowohl Dübel als auch Klebemörtel verwendet um die Dämmplatten anzubringen. Es gibt Dübel mit Kunststoffschlagnägeln und Dübel mit Stahlnägeln. Häufig reichen die Kunststoffschlagnägel nicht aus und es müssen Stahlnägel verwendet werden. Dieses ist unter anderem bei schwereren Fassaden, d.h. dickerer Dämmung (>120mm), Verwendung von Klinker-Steinen oder auch bei massiven Mauerwerkssteinen, wie z.B. Ziegelsteinen erforderlich.

Welchen Zweck erfüllen Anputzleisten bzw. Laibungsprofile und wie werden sie montiert?

Die Anputzleisten (auch Apu-Leiste oder Laibungsprofil genannt) sorgen für eine Ausbildung der Abschlussfuge von Fenstern und Außentüren in Verbindung mit Nassputz im Innen- und Außenbereich. Sie dienen als Dicht-, Anputz- und Schutzprofil. Sie fangen desweiteren die ständigen Bewegungen der Bauelemente auf (schlagregendichte und dauerelastische Eigenschaften).

Die Leiste besteht aus der Laibungsleiste, welche den erforderlichen Laibungsabstand bietet und einem schaumstoffartigen selbstklebenden Dichtstreifen auf der Rückseite. Daran seitlich angebracht befindet sich eine Lippe, welche auf der Vorderseite eine Klebefläche besitzt, auf der eine Schutzfolie aufgeklebt werden kann. Diese Lippe hat eine Sollbruchstelle, die dessen Entfernen zum Abschluss der Arbeiten erleichtert. Der Steg dient als hilfreiche und später sehr ordentlich aussehende Putzabzugskante an dessen Rillen der Putz außerdem gut hält.

Zur Montage werden die Anputzleisten zunächst auf das korrekte Maß zurechtgeschnitten. Dann wird die Abdeckfolie des Klebebandes auf der Rückseite abgezogen und die Anputzleisten (mit den Senkrechten beginnend) direkt an den Außen- und Innenflächen der Rahmenprofile aufgeklebt. Die Profile müssen so positioniert werden, dass diese Lotrecht sind und der nötige Putzauftrag erreicht wird. Damit die Haftfähigkeit nicht beeinträchtigt wird, muss der Klebeuntergrund eben, trocken, stabil sowie frost-, staub-, schmutz- und fettfrei sein. Anschließend wird der Schutzstreifen von der Lippe entfernt, sodass darauf eine Schutzfolie schnell und einfach befestigt werden kann.

Was ist der U-Wert?

Der U-Wert (Auch Wärmedurchgangskoeffizient oder Dämmwert gemeint) ist ein Maß für den Widerstand der dem Wärmetransport entgegenwirkt. Je kleiner der Wert ist, desto weniger Wärme wird transportiert, umso besser ist dann die Wärmedämmung.

Der U-Wert-Rechner auf u-wert.net bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Dämmung hinsichtlich Dämmwirkung (U-Wert) und möglicher Feuchteschäden zu analysieren. Sie können eine Online-Berechnung Ihrer Wärmedämmung vornehmen und einen Blog zum Thema Dämmen und Bauphysik nutzen.

Welche Vorteile- und Nachteile bietet die EPS-Dämmung gegenüber Mineralwolle-Dämmung?

EPS ist wesentlich effizienter als Mineralwolle. Gerade durch neue Produktionsverfahren wird das EPS durch Zusatz von Grafitteilchen noch wesentlich effizienter (erstmals entwickelt von BASF). Außerdem wird das Material seit über 30 Jahren erfolgreich im Außenbereich eingesetzt und nicht zuletzt ist es deutlich preisgünstiger.

EPS hat auf der anderen Seite den Nachteil, dass es nicht so atmungsaktiv wie Mineralwolle ist. Es verfügt lediglich über die Diffusionsfähigkeit von Holz, welche durch Mineralwollplatten deutlich überschritten werden kann.

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